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Umweltleitlinien der Universität Freiburg

 
 Umweltleitlinien der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
 
Präambel
Die Universität Freiburg trägt als Forschungseinrichtung und Ausbildungsstätte zukünftiger Führungskräfte eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. Auch übt sie einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt durch den Energie- und Stoffumsatz aus, den der laufende Betrieb einer Universität dieser Größenordnung mit sich bringt.
 
Daher sieht sie sich dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet und bemüht sich um ressortübergreifende Umsetzung der Copernicus-Charta der Europäischen Rektorenkonferenz (CRE), die über den betrieblichen Umweltschutz hinausgeht. Interdisziplinäre Netzwerkbildung auf regionaler und internationaler Ebene ist darin ebenso vorgesehen wie die Umsetzung von Umweltbildungs­programmen. Außerdem strebt die Universität Freiburg ein Zusammenwachsen als lebendiges Netzwerk an und fördert hierzu die interne umweltschutzbezogene Kommunikation und den Informationsaustausch zwischen allen ihren Mitgliedern.
 
Folgende Leitlinien dienen der Universität Freiburg als verpflichtende Grundlage:
 
Rechtliche Vorschriften
Die Universität setzt sich zum Ziel, über die gesetzlichen Anforderungen hinaus ihren Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu leisten.
 
Ressourcenverbrauch
Sparsamer und effizienter Umgang mit allen Ressourcen (Fläche, Energie, Wasser, Rohstoffe) hat oberste Priorität. Dabei gilt als Leitprinzip die Reihenfolge: Senkung des Materialeinsatzes - Wiederverwertung – Neubeschaffung. Als Grundlage für Einsparungen dient eine Stoff- und Energieflussanalyse. Außerdem ist eine Modernisierung der Verwaltungsstrukturen geplant, die mit der Schaffung dezentraler Ressourcenverantwortungen Anreize zur Effizienzsteigerung bieten soll.
 
Umweltbelastungen
Die Universität versucht, negative Auswirkungen auf die Umwelt (Abwasser, Lärm, Abfälle, Abluft) von vorneherein zu vermeiden oder - falls nicht möglich- auf ein Minimum zu reduzieren.
 
Einbeziehung und Schulung der Beschäftigten
Das Umweltbewusstsein und die Umweltkompetenz der Beschäftigten wird durch regelmäßige Informations- und Schulungsangebote gefördert. Sie werden darin unterstützt, beispielhaft gegenüber den Studierenden aufzutreten und in die Diskussion zur Umsetzung und Festlegung der Umweltziele einbezogen, um eine bestmögliche Integration der Umweltleitlinien in die betriebliche Praxis zu erreichen.
 
Forschung und Lehre
Da eine Voraussetzung für die Gewährleistung von Freiheit in Forschung und Lehre die Wahrnehmung von Verantwortung für ihre Folgen ist, wird Nachhaltigkeit als fester Bestandteil darin integriert. Ihrer Multiplikatorfunktion bewusst möchte die Universität bei den Studierenden Verständnis für die Konsequenzen der menschlichen Eingriffe wecken und mögliche Lösungswege erörtern. Außerdem sollen neue Studiengänge mit Nachhaltigkeitsbezug eingeführt werden.
 
Projektförderung
Die Universitätsleitung wird Projekte, die vorrangig Ziele nachhaltiger Entwicklung verfolgen, koordinieren, verantworten und finanziell fördern. Dem interdisziplinären Gedanken wird dabei große Bedeutung beigemessen und er wird als Kriterium in die Entscheidungen für Investitionsausgaben miteinbezogen.
 
Beschaffung und Investitionen
Bei Investitionen wird auf Umweltparameter geachtet und umweltverträglichen Varianten der Vorzug gegeben. Weiterhin möchte die Universität auf ihre Zulieferer und Vertragspartner zu einer ökologischen Verbesserung  hin einwirken.
 
Bauwesen
Die Universität strebt eine grundlegende Verbesserung ihrer Umweltbilanz durch Sanierung und Modernisierung der vorhandenen Gebäudesubstanz an. Bei allen baulichen Maßnahmen werden von vorneherein ökologische Aspekte eingeplant und der Einsatz umweltverträglicher Materialien, optimale Flächennutzung und ressourceneffiziente zukünftige Bewirtschaftung angestrebt. Auch die Pflege der Grünflächen und Gewässer erfolgt umweltschonend. Erneuerbaren Energien wird im Solar-Uni-Konzept von vorneherein ein hoher Stellenwert eingeräumt.
 
Arbeitsumfeld und Gesundheitsschutz
Gesundheit und Sicherheit der Mitglieder der Universität haben Vorrang. Sichergestellt wird dies durch ein betriebliches Gesundheits­management.
 
Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbericht
Die Kommunikation über Stand und Ziele der Umweltleistungen durch den jährlichen Umweltbericht macht die Umweltpolitik der Universität für die Öffentlichkeit nachvollziehbar und bewertbar. Angestrebt ist ein offener Dialog, bei dem die Hochschule auch gerne Anregungen von außen aufnimmt. Mit ihrer wissenschaftlichen Kompetenz wird sie sich am öffentlichen Diskurs zu den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit beteiligen und sich dabei auch in den Prozess der Lokalen Agenda 21 einbringen. Weitere Ziele sind eine verstärkte regionale Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und Weiterbildungsprogramme für verschiedene Zielgruppen außerhalb der Hochschule.
 
Kontinuierliche Verbesserung mit Umweltmanagementsystem
Das an der Universität Freiburg vorhandene Umweltmanagementsystem wird weiter ausgebaut, um eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltbilanz zu erreichen
 

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