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Umweltfreundliche Reinigungsmittel

Projektbetreuung: Frau Klaas und Frau Grethler


Angeregt vom Bereich Frauenvertretung wurde für das Reinigungspersonal der Universität umweltfreundliche Reinigungsmittel ohne überflüssige Duft- und Hilfsstoffe eingeführt. Bei unseren Recherchen wurden geeignete Reinigungsmittel ausgesucht und in einigen relevanten Einrichtungen getestet. Alle Tests waren hinsichtlich Verbrauch und Reinigungsleistung erfolgreich.

Die Einführung dieser Reinigungsmittel im Jahr 2006 bietet neben ökologischen auch ökonomische Vorteile, es werden deutliche Einsparungen erzielt. Das Projekt konnte innerhalb weniger Monate umgesetzt werden. Der Anteil umweltfreundlicher Reinigungsmittel lag 2006 bereits bei 40% des Gesamtvolumens. Bis Ende September 2007 konnte dieser Anteil nochmals deutlich auf 68% gesteigert werden.

Gründe für einen Wechsel auf umweltfreundliche Reinigungsmittel

  • Bisher wurden ohne einheitliche Richtlinie sehr viele unterschiedliche Produkte eingesetzt. Diese Reinigungsmittel wurden nicht auf ihre Umweltfreundlichkeit überprüft, es wurden nur die gesetzlichen Mindestvorschriften eingehalten. Bezüglich der Umweltverträglichkeit der Inhaltstoffe gibt es deutliche Unterschiede, nicht alle sind biologisch abbaubar.

  • Bei der Auswahl der neuen Reinigungsmittel wurde darauf Wert gelegt, dass Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet werden. Diese schonen Ressourcen und sind leichter biologisch abbaubar.

  • Ebenso wurde darauf geachtet, dass keine überflüssigen Duft-, Farb und Hilfsstoffe enthalten sind, denn diese können umweltschädigend und/oder allergieauslösend sein.

  • Wichtig für uns war auch, den Kontakt der Frauen im Reinigungsdienst mit den unnötigen Inhaltsstoffen so weit als möglich zu reduzieren.

Kriterien für die Auswahl

Unterstützt von Herrn Armin Schuster (Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg) wurden folgende Kriterien für die Auswahl angewendet:

  • Ist die Produktgruppe sinnvoll und die Funktion (Reinigungserfolg) bei guter Materialschonung vorhanden?

  • Sind keine untragbaren Inhaltsstoffe vorhanden?

  • Sind mindestens die Tenside, möglichst alle organischen Inhaltsstoffe nach OECD biologisch leicht abbaubar?

  • Ist das Produkt ein dosierbares Hochkonzentrat (möglichst mit Nachfüllmöglichkeit)? 

  • Wie gut sind die Produkte in Bezug auf die gesundheitliche Verträglichkeit?
    (mögliche Haut-/Schleimhautreizung, allergieauslösend, sind Lösemittel enthalten?)

  • Wie kommen die Reinigungskräfte mit den Mitteln zurecht?
    Erfahrungsberichte aus der Praxis sind wichtig und wurden berücksichtigt, dies erhöht die Akzeptanz.

  • Bei den zuständigen Planungsgruppen wurde angeregt, Gebäude mit einheitlichen, pflegeleichten Böden auszustatten. Ein Linoleumboden ist sehr preiswert, aber auch sehr pflegeaufwändig, denn es sind Grundreinigung, Einpflege mit Glanzmittel und Unterhaltsreinigung mit 3 verschiedene Putzmittel notwendig, zwei dieser Mittel entsprechen nicht unseren Kriterien für Umweltverträglichkeit.

Projektablauf:

Nach ausgiebiger Internet-Recherche wurde aus den in Frage kommenden Herstellern umweltfreundlicher Reinigungsmittel die Firma „Sonett“ ausgewählt, denn dieser Hersteller wird den beschriebenen Kriterien gerecht und von der Dermatologie und Allergologie der Uniklinik Zürich empfohlen. Sonett bietet eine große Produktvielfalt. Alle Reinigungsmittel sind in Großgebinden erhältlich, alle Datenblätter liegen vor, der Preisvergleich mit den bisher verwendeten Mitteln wurde durchgeführt. An der Universität wurde erfahrenen Reinigungskräften eine praktische Testphase mit ausgewählten Produkten durchgeführt. Diese Tests waren erfolgreich, auch der Preisvergleich fiel erfreulicherweise deutlich zugunsten der umweltfreundlicheren Mittel aus.

Die Einführung der neuen Produktpalette wurde im AK Nachhaltige Universität beschlossen und nach einer Produkt-Schulung für die Reinigungskräfte umgesetzt.

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